Funkenmelder
Die Funkenerkennung im geschlossenen Fördersystem erfolgt durch funktionsüberwachte Funkenmelder, die auf die Infrarotstrahlung vorbeifliegender Zündinitiale reagieren. Der Melder überwacht kontinuierlich seine Elektronik auf Funktionsfähigkeit. Optional gibt es Melder mit Sichtfähigkeitsüberwachung. Störungen werden automatisch an die Steuer zentrale weitergeleitet. Sind in bestimmten Bereichen er höhte Betriebstemperaturen zu erwarten, werden funktionsüberwachte Funkenmelder mit Lichtwellenleiter zur thermischen Entkopplung eingesetzt. Für nicht vollständig geschlossene Fördersysteme, zum Beispiel für Transportbänder oder Fallschurren, können spezielle tageslichtunempfindliche Funkenmelder installiert werden.
Löschautomatik
Empfängt die Zentrale eine Funkenmeldung, steuert sie das Schnellöffnungs-Magnetventil der Löschautomatik an und gibt eine dosierte Löschwassermenge frei. Minimax Strömungsmelder zur Funktionsüberwachung sind nicht in der Wasserversorgung installiert, sondern in die Löschautomatik integriert. Damit kann jede Löschstelle einzeln auf Wasserfluss überwacht und Störungen angezeigt werden. Das Löschwasser wird über eine patentierte Flachstrahldüse eingebracht, die speziell für die besonderen Verhältnisse in Förderrohren entwickelt wurde. Sie erzeugt einen gleichmäßigen Wasserschleier über den gesamten Rohrquerschnitt. Konventionelle Tellerdüsen hingegen können den Förderrohrquerschnitt nur mithilfe von Verwirbelungen im Förderstrom vollständig ausfüllen. Hierfür muss eine ausreichend große Förderrohrstrecke zur Verfügung stehen. In der Praxis bedeutet dies, dass zwischen der Position der Löschdüsen und nachfolgenden Einrichtungen (z. B. Filter oder Silos) größere Abstände vorhanden sein müssen, was oft nicht der Fall ist. In Förderrohren ohne Verwirbelungen, z. B. im Bereich von Fallschächten, füllt das Sprühbild konventioneller Tellerdüsen den Förderquerschnitt nur dann vollständig aus, wenn mehrere solcher Düsen installiert werden. Bei Einsatz der Minimax Flachstrahldüse genügt oft eine einzige Düse. Die hochwertigen Materialien und die bündige Konstruktion der Minimax Flachstrahldüse verringern die Empfindlichkeit gegen Verschmutzungen und Abrieb. Auch der zugehörige Kugelhahn an der Löschautomatik kann elektrisch überwacht werden, um sicherzustellen, dass er sich stets in der korrekten Position befindet.
Wasserversorgung
Der Einbau einer Druckerhöhungsanlage ist immer dann erforderlich, wenn der Mindestfließdruck zur Versorgung der Löschautomatik durch eine Sprinkleranlage oder ein Betriebswassernetz nicht zur Verfügung steht. Hauptkomponenten einer Druckerhöhungsanlage sind der Membrandruckbehälter und die Kreiselpumpe. Der Membrandruckbehälter stellt bei Auslösung der Löschautomatik unverzögert Wasser mit ausreichendem Druck zur Verfügung. Unterschreitet der Fülldruck den bestimmten Wert, speist die Pumpe den Behälter. Die redundante Ausführung gewährleistet zudem hohe Anlagensicherheit. Bei Pumpenausfall sind mehrere Löschstöße aus dem Membrandruckbehälter möglich. Wird die Membran beschädigt, sichert die Pumpe die Wasserversorgung in vollem Umfang. Optional kann auch eine Membranbruchüberwachung installiert werden.