Kompetenz im Brandschutz

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April 8, 2026 - Lösungen

Behälterkompaktlager vor Bränden schützen – Warum Sauerstoffreduzierung ein probates Mittel ist

Bad Oldesloe, 8. April 2026 – Brandschutz ist für Behälterkompaktlager ein wichtiger Faktor zur Betriebssicherung. Wie Sauerstoffreduzierungsanlagen eine präventive Rolle spielen können.

Behälterkompaktlager sprießen aus dem Boden und sind als Neubau und Bestandserweiterung für Lagermöglichkeiten häufig die erste Wahl. Allein die Firma AutoStore AS hat als Marktführer bis 2025 über 1.700 sog. BKL gebaut.[i] Was nicht mitwächst, ist der dortige Schutz vor Bränden und deren Folgen. Der Brandschutz in BKL kommt häufig zu kurz, wird zu spät oder nicht ausreichend betrachtet. Dazu tragen die Versicherungslage und die Bauweise bei.

Warum ein abgestimmtes Brandschutzkonzept ein wichtiger Faktor zur Betriebssicherung ist und wie Sauerstoffreduzierungsanlagen eine präventive Rolle spielen können, zeigt dieser Artikel nachfolgend.

Logistikflächen hoch im Kurs – Konsum, Verfügbarkeit und Bestand ausschlaggebend

Der bundesweite Flächenumsatz für den deutschen Lager‑ und Logistikflächenmarkt 2025 verzeichnete ein Plus von rund 14% gegenüber dem Vorjahr.[ii] Der Anteil von Bestandsflächen am Umsatz lag dabei bei 55 %. Konsumverhalten und der Wunsch nach schnellen Lieferzeiten sind eine der Treiber. Der Umsatz im deutschen Online-Handel lag im Jahr 2025 bei über 83 Milliarden Euro. [iii] 

Lieferketten möglichst risikoarm zu halten, bleibt dabei ausschlaggebend. Das Beratungsunternehmen Deloitte bezeichnet Lieferketten in ihrem Supply Chain Pulse Check vom Herbst 2025 als „nach wie vor verwundbar“.[iv] Geopolitische Risiken, verschärfte Zollsanktionen und ausgeprägter Protektionismus werden zur dauerhaften Belastungsprobe. Jedes Risiko, das möglichst vorhersehbar ausgesteuert werden kann, ist also eines weniger.

Zusammengefasst bedeutet das:

  • Lagerfläche bleibt relevant. Stark wachsende Branchen wie der Online-Versandhandel bescheren einen Boom.
  • Der Fokus auf Bestandsflächen spricht für eine Optimierung im eigenen Bestand. D.h. vorhandener Lagerplatz muss so effizient wie möglich genutzt werden.
  • Schnelle, unkomplizierte Verarbeitung innerhalb dieser Lagerfläche mit geringer Umschlagszeit bleibt relevant.
  • Für kurze Umschlagszeit bleiben Lieferketten ein sensibles Thema. Daher müssen die Lagerbestände auch unter diesem Aspekt hocheffizient gemanagt werden, um Verfügbarkeiten zu gewährleisten.

Automatisierte Behälterkompaktlager als Antwort auf Flächen- und Verfügbarkeitsbedarf – Herausforderung für den Brandschutz

Automatisierte Behälterkompaktlager, auch Top Load ASRS genannt, sind für die oben genannten Punkte prädestiniert. Sie haben den Vorteil, dass sie vorhandene Fläche platzsparend und mit erhöhter Kapazität nutzbar machen. Sie erlauben eine optimierte Flächen-Raum-Nutzung von bis zu 95 %.[v] Durch Automatisierung sind enorm hohe Durchsatzraten zu erreichen. Ein AutoStore AS-RelayPort-System kann zum Beispiel bis zu 650 Lagerbehälter pro Stunde abwickeln.[vi] Die automatisierten Prozesse ermöglichen einen Lagerbetrieb, der 24/7 läuft.

Dichte Wareneinlagerung, Kunststoffbehälter, Robotereinsatz – für den Brandschutz stellt all das diverse Herausforderungen.

Typische Brandrisiken in automatisierten Behälterkompaktlagern sind unter anderem:

  • dicht gestapelte Kunststoffbehälter aus brennbaren Materialien
  • im Brandfall erhebliche Ausbreitung von Rauch, Kontamination von Lagergut und nahegelegenen Anlagen
  • elektrische Komponenten, Antriebs- und Batterietechnik wie Lithium-Ionen in Robotern
  • schwer erkennbare Entstehungsbrände durch die kompakte Bauweise
  • begünstigende Voraussetzungen für schnelle Brandausbreitung
  • eingeschränkter Zugang zum Brandherd, verhindert direkte Brandbekämpfung für die Feuerwehr [vii]

Warum Brandschutz im Behälterkompaktlager entscheidend ist – sonst drohen Betriebsunterbrechungen mit einschneidenden wirtschaftlichen Folgen

Die Folgen eines Brandes sind deswegen nicht zu unterschätzen. Die o.g. Faktoren können schnell zu Betriebsunterbrechungen und wirtschaftlicher Schieflage führen. Der britische Online-Lebensmittelhändler Ocado hat das am eigenen Leib erfahren.

Ein Brand in einem Lager in Andover, Hampshire im Februar 2019 verursachte erhebliche Folgen:

  • ein Sachschaden von rund 100 Millionen Pfund
  • Ausfall eines wichtigen Logistikstandorts
  • mehr als 30.000 wöchentliche Bestellungen betroffen
  • rund 370 Arbeitsplätze indirekt gefährdet
  • über zwei Jahre Wiederaufbauzeit [viii]

Im Juli 2021 brannte ein anderes Lager der Firma in London – eine Roboterkollision führte zum Brand. Zwar war diesmal nur ein kleiner Lagerteil vom Brandschaden betroffen, aber dennoch hatte es wirtschaftliche Auswirkungen:

  • über tausend stornierte Bestellungen
  • ein Verlust der Unternehmensaktie von ca. 3% im frühen Handel [ix]

Der Vorfall zeigt deutlich:
Für Betreiber automatisierter Behälterkompaktlager geht es beim Brandschutz nicht nur um den Schutz von Personen, Gebäuden oder Anlagen – sondern vor allem um die Aufrechterhaltung der Betriebs- und Lieferfähigkeit.

Versicherer schauen beim Brandschutz für Behälterkompaktlager auf Risikominimierung, die Bauaufsicht auf Baugenehmigungsanforderungen – Betreiber im Spannungsfeld

Die Ocado-Beispiele sind weder außergewöhnlich drastisch noch die Ausnahme. Dem sind sich auch die Versicherer bewusst, für sie ist der Versicherungsumfang hoch. Sie verlangen nachweisliche Risikominimierung, um einem Betreiber Versicherungsschutz zu gewähren. Hierzu gehört auch ein Brandschutzkonzept.

Viele Betreiber orientieren sich dafür in der Projektplanungsphase an Vorgaben für die Baugenehmigung. Im Baurecht werden die öffentlich-rechtlichen Schutzziele erwähnt, der Schutz von Personen und Umwelt. Der Gesamtverband der Versicherungswirtschaft und der Bundesverband der Deutschen Industrie sehen hier eine Diskrepanz.

Sie thematisieren, was vielen Unternehmen nicht bewusst ist: Ein Brandschutzkonzept, welches die Bauaufsicht nach Baurecht als ausreichend erachtet und damit zur Erlangung einer Baugenehmigung genügt, schützt im Schadenfall nicht vor größeren Sachschäden und längeren Betriebsunterbrechungen, die sogar das wirtschaftliche Überleben eines Betriebes bedrohen können.[x] Der wirksame Schutz von Personen, Umwelt, Werten und Wirtschaftlichkeit geht also noch einen Schritt weiter.

Das heißt konkret: Was für die Baugenehmigung reicht, kann im Ernstfall trotzdem nicht genug sein, um das Schutzziel zu erreichen und ernsthaften wirtschaftlichen Schaden vom Unternehmen abzuhalten.


Brandschutzkonzepte für automatisierte Behälterkompaktlager – immer individuell, von stationärer Löschanlage bis Brandvermeidung

Für den Schutz automatisierter Lager kommen unterschiedliche brandschutztechnische Maßnahmen infrage, darunter beispielsweise:

  • automatische Löschanlagen (Gas- oder Wasserbasiert)
  • Branddetektionssysteme
  • bauliche Brandschutzmaßnahmen
  • Brandvermeidungssysteme

Grundsätzlich können automatische stationäre Löschanlagen und Sauerstoffreduzierungsanlagen ein Behälterkompaktlager sowie seine Nachbarschaft wirksam gegen Brandauswirkungen schützen. Schutzziele sollten immer sein, dass Personen, Umwelt, Werte, Verfügbarkeit und Wirtschaftlichkeit des Unternehmens abgesichert werden.[xi] Jedes Objekt muss daher einer Gefährdungsanalyse unterzogen werden, um das passende individuelle Schutzkonzept zu erstellen.

Kompakte Sprinkleranlagen erkennen Brände frühzeitig und aktivieren sich automatisch. Sie minimieren Schäden durch gezielte Wasserabgabe – nur betroffene Sprinklerköpfe öffnen sich, was Wasserverbrauch und Umweltbelastung reduziert. Diese Technologie hat sich vielfach bewährt, so auch im o.g. Ocado-Brandbeispiel vom Juli 2021.

Der Nachteil: Selbst bei frühzeitiger Branderkennung und schnellem, punktgenauen Löschvorgang kann es zu Brandschäden und Kontamination durch Rauchgas und Löschmitteleinsatz kommen. Beschädigte Ware muss mühevoll und kostspielig ausgeräumt und ersetzt werden, Lagerinfrastruktur aufwendig wiederhergestellt werden.

Was könnte man tun, um präventiv zu agieren und Brandrisiken vor Entstehung eines Feuers zu minimieren? Das Stichwort heißt Sauerstoffreduktion.

Sauerstoffreduktion – damit ein Brand gar nicht erst entstehen kann

Brandvermeidung durch Sauerstoffreduktion ist eine mögliche Schutzoption. Da sie einige Vorteile insbesondere für die BKL-Bauweise hat, lohnt es sich hier, einmal konkreter hinzuschauen.

Sauerstoffreduktionsanlagen verändern das Mischungsverhältnis der Luft im Raum. Das geschieht durch das kontinuierliche und überwachte Zuführen von Stickstoff. Durch die veränderte Luftzusammensetzung kann sich kein offenes Feuer mehr entwickeln.

 

Wieso sich die Sauerstoffreduktionstechnologie besonders für den Brandschutz in Behälterkompaktlagern eignet

Gegenüber Löschanlagen mit Sprinklertechnologien, die auf entstehendes Feuer reagieren, weisen Sauerstoffreduktionsanlagen Vorteile beim Einsatz im Behälterkompaktlager auf. Voraussetzung für die Wirkweise ist, dass das BKL ausreichend dicht eingehaust ist.[xii]

  • Lager und Ware werden vor Beschädigung geschützt, weil sie nicht durch Brandschäden, Löschmitteleinsatz oder Rauchgas kontaminiert werden.
  • Sauerstoffreduktionsanlagen minimieren Betriebsunterbrechungen, weil aufwendiges Ausräumen des Lagers, das Wiederherstellen der Lagerinfrastruktur und der Ersatz der beschädigten Ware entfallen.

Zukunftsorientiert weitergedacht eignet sich eine Sauerstoffreduzierungsanlage in Behälterkompaktlagern im Tiefkühlbereich besonders. Wo andere Technologien durch Vereisen versagen, ist hier die Temperatur für die Anlage egal. Sie stellt auch bei Minusgraden den Brandschutz sicher.

Die Erzeugungsarten des benötigten Stickstoffs sind vielfältig: Bei Einsatz einer wasserstoffbetriebenen Brennstoffzelle zur Stickstofferzeugung in Kombination mit einem sog. PSA-Generator gewinnt man zusätzliche Autarkie und den Benefit der Kreislaufeinspeisung in die unternehmenseigene Wärme- und Energieversorgung.

Minimax als VdS-zertifizierter Errichter von Sauerstoffreduzierungsanlagen mit umfangreicher Beratungskompetenz

Minimax ist VdS-zertifizierter Errichter für Sauerstoffreduzierungsanlagen und hat sich maßgeblich an der Erstellung des bvfa Merkblatts zum Brandschutz für Behälterkompaktlager beteiligt, welches im November 2025 veröffentlicht wurde. Das hauseigene Sauerstoffreduzierungssystem Oxeo EcoPrevent hat die VdS Systemanerkennung S 606002. Minimax plant und baut seine Anlagen u.a. nach VdS Richtlinie 3527:2021; Planung, Einbau und Instandhaltung der Anlagen erfolgt zudem nach DIN EN 16750:2017 sowie international ISO 20338 konform

Da jedes Schutzkonzept individuell vom Betreiber erstellt wird, berät Minimax Kunden im ersten Schritt zur Risikoanalyse ihres konkreten Schutzbereichs. Das o.g. bvfa Merkblatt gibt erste Auskunft: Bei Behälterkompaktlagern ist die Analyse in drei Schutzkategorien aufgeteilt, welche den Schutz des BKLs bei Bränden von innen, von außen und mit Blick auf den Schutz der Umgebung, wenn es im BKL brennt, evaluiert. Dabei werden Faktoren wie Lagergutkosten, Aufrechterhaltung der Lieferfähigkeit und brennbare Materialien betrachtet.

Weitere Informationen zu den Risikoanalyseszenarien finden Sie im bvfa Merkblatt.

Risiken in Behälterkompaktlagern mit Sauerstoffreduzierung präventiv minimieren – Versicherungsschutz erhalten, Betriebsverfügbarkeit und Lieferfähigkeit sichern

Automatisierte Behälterkompaktlager sind durch ihre verdichtete Bauweise und die sehr hohe Einlagerungsmenge einem erheblichen Risiko für Brände ausgesetzt.

Wie das bvfa Merkblatt zum Brandschutz für Behälterkompaktlager formuliert, so berücksichtigen Bau- und Betriebsgenehmigungen lediglich die im Baurecht erwähnten öffentlich-rechtlichen Schutzziele, den Schutz von Personen und Umwelt. Für weitergehende Schutzziele wie den Erhalt von Betriebsverfügbarkeit reicht ein Brandschutzkonzept nach Baurecht oftmals nicht aus. Eine individuelle Gefährdungsanalyse und ein darauf aufgebautes Brandschutzkonzept kann im Falle eines Brandes nicht nur Personen und Umwelt schützen, sondern den betroffenen Betrieb auch vor wirtschaftlich einschneidenden Betriebsunterbrechungen und Sachschäden bewahren.

Ausschlaggebend ist, dass Brandschutzanlagenplaner frühzeitig einbezogen werden. So können sie bereits in der Planungsphase für die Lagertechnik die Gefährdungsanalyse begleiten und das Brandschutzkonzept am gesetzten Schutzziel sinnvoll ausrichten.

Sauerstoffreduzierungsanlagen sind ein probates Mittel für BKL-Brandschutz, die aktiv verhindern statt reaktiv zu reagieren. Da sie eine Atmosphäre schaffen, sodass ein Brand gar nicht erst entstehen kann, sichert es den schadenfreien Schutz der eingelagerten Waren, der verbauten Elektronik sowie der Lagerinfrastruktur. Da es vorbeugend schützt, begünstigt es den Umstand, dass die kompakte Bauweise und verdichtete Raumnutzung einen Löschvorgang am unmittelbaren Brandherd oftmals unmöglich machen. Das wird nämlich vermieden.

Das bedeutet, Risiken werden aktiv minimiert, Versicherungsschutz kann gewährt werden. Vorbeugender Brandschutz sichert die Lieferfähigkeit und die Betriebsverfügbarkeit.

Auch für bereits errichtete Behälterkompaktlager sind Sauerstoffreduzierungssysteme nachträglich einfach zu integrieren. 

Kontaktieren Sie uns gerne für ein persönliches Beratungsgespräch zu Sauerstoffreduzierungsanlagen!


[i] Merkblatt Brandschutz für Behälterkompaktlager. bvfa – Bundesverband Technischer Brandschutz e.V., 2025.

[ii] Report Logistikimmobilienmarkt Deutschland Q4 2025, BNP Paribas Real Estate [online]. In: realestate.bnpparibas.de, 2025 [Zugriff am: 12.3.2026], https://www.realestate.bnpparibas.de/marktberichte/logistikmarkt/deutschland-report

[iii] Präsentation Pressekonferenz 2026, Bundesverband e-Commerce und Vesandhandel [online]. In: bevh.org, 2026 [Zugriff am: 12.3.2026], https://bevh.org/fileadmin/content/05_presse/Pressemitteilungen_2026/Praesentation_bevh_2026.pdf

[iv] Supply Chain Pulse Check Herbst 2025, Deloitte [online]. In: deloitte.com, 2025 [Zugriff am: 12.3.2026], https://www.deloitte.com/de/de/Industries/industrial-construction/research/supply-chain-pulse-check.html

[v] Merkblatt Brandschutz für Behälterkompaktlager. bvfa – Bundesverband Technischer Brandschutz e.V., 2025.

[vi] Hoher Durchsatz, AutoStore AS [online]. In: autostoresystem.com, 2025 [Zugriff am: 12.3.2026], https://www.autostoresystem.com/de/benefits/high-throughput

[vii] Merkblatt Brandschutz für Behälterkompaktlager. bvfa – Bundesverband Technischer Brandschutz e.V., 2025. & Automatische Lagersysteme – Herausforderungen für den Brandschutz, Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. In: gdv.de, 2024 [Zugriff am: 12.3.2026], https://www.gdv.de/resource/blob/173722/e46790399341c1053bd0d661f211fc30/automatische-lagersysteme-herausforderungen-fuer-den-brandschutz-schadenverhuetung-data.pdf

[viii] Andover Ocado warehouse fire: 'Staff turned off sprinklers' [online]. In: bbc.com, 2019

[Zugriff am: 12.3.2026], https://www.bbc.com/news/uk-england-hampshire-49071456 & Ocado warehouse fire: Rebuilt Andover centre fully operational [online]. In: bbc.com, 2021 [Zugriff am: 12.3.2026], https://www.bbc.com/news/uk-england-hampshire-58190969

[ix] Thousands of orders cancelled after Ocado robot fire [online].  In: bbc.com, 2021 [Zugriff am: 12.3.2026], https://www.bbc.com/news/business-57883332 & Brand in Lagerhaus nach Roboterkollision [online]. In: Golem.de, 2021 [Zugriff am: 12.3.2026], https://www.golem.de/news/automatisierung-brand-inlagerhaus-nach-roboterkollision-2107-158254.html

[x] Automatische Lagersysteme – Herausforderungen für den Brandschutz, Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. In: gdv.de, 2024 [Zugriff am: 12.3.2026], https://www.gdv.de/resource/blob/173722/e46790399341c1053bd0d661f211fc30/automatische-lagersysteme-herausforderungen-fuer-den-brandschutz-schadenverhuetung-data.pdf

[xi] Merkblatt Brandschutz für Behälterkompaktlager. bvfa – Bundesverband Technischer Brandschutz e.V., 2025.

[xii] Ebd. 

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Oxeo EcoPrevent FC / VG
Dezember 22, 2021 - Lösungen

Minimax schützt Tiefkühllager von Coppenrath & Wiese

Nachhaltigkeit im Brandschutz: Minimax hat das Osnabrücker Tiefkühllager von Coppenrath & Wiese mit einem besonderen Sauerstoffreduzierungssystem ausgestattet: Minimax OXEO ECOPREVENT FC/VG.

Das einzigartige System gewinnt den Stickstoff für die Sauerstoffreduzierung aus einer Brennstoffzelle. Diese Lösung ist besonders wirtschaftlich: Während der Energieerzeugung produziert die Brennstoffzelle als Nebenprodukt saubere und stickstoffreiche Abluft, die zur Sauerstoffreduzierung eingesetzt werden kann. Mit dieser umweltfreundlichen Lösung kann sogar ein Return on Invest erzielt werden, da die erheblichen Energiekosten des ansonsten notwendigen Stickstoffgenerators entfallen.

Das Osnabrücker Tiefkühllager von Coppenrath & Wiese umfasst 97.540 m3 in drei Schutzbereichen. Die Temperatur liegt bei ca. -22 °C. Durch die Einleitung von Stickstoff wird die Sauerstoffkonzentration von 21 Vol.-% (normal) auf ca. 15 Vol.-% abgesenkt und ist für geprüftes Personal weiterhin begehbar.

Jährlich bis zu 650 Tonnen CO2 sparen
Die Brennstoffzelle liefert durchgehend knapp 100 kW Strom (entspricht 876.000 kWh/Jahr) und knapp 100 kW an Wärmeleistung, die das Unternehmen einsetzt, um einen Teil seiner Energielast (Strom und Wärme) abzudecken. Während also mit der alten Anlage 132 kW verbraucht wurden, werden nun per Saldo 86 kW Strom erzeugt.


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Case Study Coppenrath & Wiese

Oxeo EcoPrevent FC Brandvermeidungsanlagen

Oxeo EcoPrevent VG Brandvermeidungsanlagen

Nahrungsmittelwerke

Tiefkühllager 

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Windenergieanlagen
September 14, 2021 - Lösungen

Minimax präsentiert Brandschutz für Windenergieanlagen

Bis Freitag zeigt Minimax auf der Präsenzmesse HUSUM Wind Brandschutzlösungen, die speziell auf die besonderen Anforderungen von Windenergieanlagen zugeschnitten sind: Stand 3A 08

Der Anteil der erneuerbaren Energien am Stromverbrauch wächst beständig: Windenergie lieferte 2020 mit 23,7 Prozent des deutschen Bruttostromverbrauchs den größten Anteil. Inzwischen ist die Wasserstoffwirtschaft im Zusammenhang mit Windenergie und hier besonders dem Offshore-Wind auf dem Vormarsch. Minimax schützt seit mehr als 20 Jahren diese unverzichtbaren Energielieferanten mit zugelassener und zertifizierter Brandschutztechnologie – sowohl Onshore als auch Offshore.

Frühe Branderkennung: Minimax Ansaugrauchmelder AMX4004
Eine frühe Branderkennung und damit die rechtzeitige Einleitung des Löschprozesses bilden das Zentrum eines zuverlässigen Brandschutzes. Dafür sorgen die Ansaugrauchmelder AMX4004. Sie halten neben Schwingungen und hohen Temperaturschwankungen auch extremen klimatischen Bedingungen stand. Sie erkennen Brände bereits in der Entstehungsphase, indem sie kontinuierlich Luftproben aus dem überwachten Bereich entnehmen. In Kombination mit intelligenten Auswertealgorithmen erfolgt vor einer Alarmierung ein Abgleich mit typischen Störgrößen, so dass die AMX4004 extrem täuschungssicher sind.

Brandmelder- und Löschsteuerung
Die Brandmelder- und Löschsteuerungszentralen von Minimax verarbeiten die Signale von Brandmeldern wie den Ansaugrauchmeldern AMX4004 oder den störungsunempfindlichen UniVario Flammenmeldern mit neuester Technologie. Sie aktivieren programmierte Steuerungsabläufe wie die Abschaltung der Windenergieanlage, die Weitermeldung an eine ständig besetzte Stelle sowie die Aktivierung der Löschsysteme.

Inertgas-Löschsysteme: umweltfreundlich und rückstandsfrei
Die Minimax Oxeo Intergas-Löschsysteme ermöglichen eine Brandbekämpfung, die auf sensible und hochwertige Einrichtungen wie Windenergieanlagen angepasst sind. Inertgase sind nicht elektrisch leitend und humanverträglich, da sie natürlicher Bestandteil der Umgebungsluft sind. Sie wirken nicht auskühlend und löschen rückstandsfrei und umweltschonend. Bei WEA kommt in der Regel Stickstoff zum Einsatz, aber auch Argon oder Mischgase sind möglich.

Wassernebel-Löschanlagen: Minifog ProCon
Minifog Wassernebel-Löschanlagen reduzieren den Wassereinsatz auf ein Minimum. Durch die feine Zerstäubung über spezielle Düsen wird die Gesamtoberfläche des Löschmittels vervielfacht: Der daraus resultierende Kühl- und Stickeffekt löscht einen möglichen Brand besonders schnell. Frostschutzmittel im Löschwasser erlaubt einen zuverlässigen Einsatz bis –30 Grad Celsius. Die freigesetzte Löschmittelmenge ist so gering, dass in der Regel keine zusätzlichen Löschmittelrückhalteeinrichtungen erforderlich sind. Die Löschanlage mitsamt Löschmittelbehälter für spezielle Anwendungen ist als Kompakteinheit mit minimalem Gewicht konzipiert, um problemlos in der Gondel installiert zu werden.

Minimax auf der HUSUM Wind: Stand 3A 08

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VdS-BrandSchutzTalk - 29.04.2021 von 11:15-12:45 Uhr

Schutzkonzepte für brennbare Flüssigkeiten

Produktmanager Thorsten Gieseke stellt die Gefahrstofflager-Lösung LiquidProtect von Minimax vor.

Das Löschen brennbarer Flüssigkeiten ist eine hochkomplexe Angelegenheit und wird immer wieder heiß diskutiert. Verschiedene Regelwerke beschäftigen sich damit. Trotzdem besteht immer wieder der Bedarf an neuen, innovativen Lösungen. In diesem Talk werden Experten aus renommierten Hersteller- und Errichterunternehmen sowie von VdS verschiedene technische Lösungen vor- und einander gegenüberstellen.

Moderator ist der Technische Sachverständige der Allianz, Carsten Tormöhlen. Als Experten nehmen Frank Bieber, VdS Schadenverhütung GmbH, Stefan Falk, Calanbau Brandschutzanlagen GmbH, Thorsten Gieseke, Minimax Europe/FSG und Torsten Wagner, Wagner Group GmbH, teil.

Die Teilnahme an der Talk-Runde ist kostenlos. Anmelden können sich alle Brandschutzinteressierten auf der Homepage des VdS. Hier können Sie dann auch die Übertragung der Talks am 29. April 2021 live mitverfolgen.

https://bildung.vds.de/de/vds-brandschutztalk/11839

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Sprinkler-Schutzkonzept für Gefahrstofflager
Dezember 3, 2020 - Lösungen

Sprinkler-Schutzkonzept für Gefahrstofflager

Minimax präsentiert neue Brandschutzlösung LiquidProtect

Minimax hat die VdS Anerkennung für eine innovative Brandschutzlösung erhalten: Sie schützt Gefahrstofflager durch eine Sprinkleranlage mit Schaumzumischung. Das Konzept punktet mit hoher Personen- und Umweltsicherheit, sehr schneller, effektiver und lokal begrenzter Brandbekämpfung, einer minimalen Betriebsunterbrechung im Brandfall sowie geringen baulichen Anforderungen. Es kann auch in Lagern mit größeren Gebinden wie IBC und mit engen Gassen zum Einsatz kommen.

Das Konzept basiert auf dem Zusammenspiel mehrerer Bausteine. Im Brandfall wird die austretende Flüssigkeit gezielt in die Regalgasse abgeleitet. Dazu stehen die Regale auf einem Sockel, in den Regalen kommen Leitbleche zum Einsatz. In der Gasse sind in regelmäßigen Abständen Flüssigkeitsriegel, sogenannte fuel stops, in den Boden eingelassen. Sie fangen die brennbare Flüssigkeit auf und begrenzen deren Ausbreitung in der Gasse. Bei den Flüssigkeitsriegeln sind spezielle Sprinkler positioniert, die für eine schnelle Auslösung und gezielte Verteilung des Löschmittels in die Gasse sorgen. Zusätzlich beaufschlagen weitere, schnell auslösende Sprinkler das Regalfach gezielt mit Löschmittel. Das Konzept ermöglicht eine schnelle, effektive und lokal begrenzte Brandbekämpfung und hilft dabei, Schäden durch das Feuer und damit Betriebsunterbrechungszeiten gering zu halten.

Hohe Personen- und Umweltsicherheit
Diese Brandschutzlösung verzichtet auf eine gebäudehohe Flutung des geschützten Raumes mit Löschmittel. Damit bietet es im Vergleich zu personengefährdenden Löschmitteln wie Leichtschaum oder CO₂ eine höhere Sicherheit. Die Gefahr der Verschleppung von Löschmittel in tiefergelegene oder benachbarte Bereiche ist geringer. Die schnelle, gezielte Brandbekämpfung und der geringe Löschmitteleinsatz sorgen zudem für eine gute Umweltbilanz.   

Sehr schnelle und effektive Brandbekämpfung
Die enge Anordnung der Sprinkler sowohl im Regal als auch in der Gasse ermöglicht eine frühzeitige Branddetektion und eine unmittelbare Brandbekämpfung ohne Vorwarnzeit. Im Zusammenspiel mit den Flüssigkeitsriegeln und dem Einsatz von Schaummittel können auch Brände mit schneller, energiereicher Brandausbreitung wie beim Auslaufen von brennbaren Flüssigkeiten aus größeren Lagergebinden effektiv bekämpft werden.

Minimale Betriebsunterbrechung im Brandfall
Da nur die Sprinkler im betroffenen Bereich auslösen und der Brand schnell bekämpft wird, entstehen nur geringe Primär- und Sekundärschäden, z.B. durch thermische Belastung der Gebäude und Regalstruktur, Korrosion oder Kurzschluss durch das Fluten technischer Einrichtungen (Schaltschränke, Lüftungsanlage, Fördereinrichtungen). Aber auch die Beseitigung des Löschmittels ist deutlich einfacher als z.B. bei einem mit Leichtschaum gefluteten Gebäude.

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April 1, 2020 - Lösungen

Schutz für industrielle Gasturbinen

Eine neue Animation zu unserer Lösung TurbineProtect zeigt, wie wir Turbinen effektiv vor Bränden schützen.

Industrielle Gasturbinen, die etwa in der Öl- und Gasindustrie eingesetzt werden, treiben unter anderem Generatoren zur Stromerzeugung oder Kompressoren (Mechanical Drives) zur Gaskomprimierung oder Gasverflüssigung an. Die Betriebstemperatur innerhalb von Turbinen-Schallhauben kann bis zu 120°C und die Oberflächentemperatur der Turbine selbst bis zu 800 °C betragen. Aus Leckagen an Ölleitungen austretende Öle können sich an diesen heißen Oberflächen leicht entzünden. Einmal entfacht kann sich ein Feuer durch den eigentlich zur Kühlung verwendeten hohen Luftdurchsatz schnell auch auf andere Bereiche ausbreiten. Lange Betriebsunterbrechungen und hohe Kosten sind oft die Folge. Unsere flexible Brandschutz-Lösung: TurbineProtect. https://www.minimax.com/de/de/solutions/solutions-risks/turbineprotect/ 

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Große Werte gegen Brände schützen
August 30, 2019 - Lösungen

Große Werte gegen Brände schützen

Minimax auf der HUSUM Wind: 10.-13.09.2019

Ein Brand in einer Windenergieanlage hat neben dem Imageschaden eine Betriebsunterbrechung oder den Totalverlust der Anlage mit allen wirtschaftlichen Konsequenzen zur Folge. Durch die zunehmende Leistung der Anlagen bekommt der Brandschutz eine neue Bedeutung: Große Werte müssen geschützt und die Stromlieferfähigkeit sichergestellt werden.

Auf der HUSUM Wind zeigt Minimax passgenaue Lösungen für die besonderen Anforderungen des Brandschutzes von Windenergieanlagen. Eine frühe Branderkennung und damit die Einleitung eines rechtzeitigen Löschprozesses bilden das Zentrum eines zuverlässigen Brandschutzes. Dafür sorgen die Ansaugrauchmelder AMX4004 in Kombination mit der Brandmelder- und Löschsteuerzentrale FMZ 5000. Ideal für die rückstandsfreie und zudem umweltschonende Löschung sind Oxeo Inertgas-Löschsysteme.

Minimax Ansaugrauchmelder AMX4004
Der AMX4004 hält neben Schwingungen und hohen Temperaturschwankungen auch extremen klimatischen Bedingungen stand. Er erkennt Brände bereits in der Entstehungsphase, indem er kontinuierlich Luftproben aus dem überwachten Bereich entnimmt. Bis zu drei kombinierbare Sensoren in einem Rohrsystem analysieren dann die Rauchaerosol- und optional zusätzlich die Brandgaskonzentration. In Kombination mit intelligenten Auswertealgorithmen erfolgt vor einer Alarmierung ein Abgleich mit typischen Störgrößen, so dass der AMX4004 extrem täuschungssicher ist. Ein integriertes Luftstromüberwachungssystem sorgt auch bei gekühlten Schaltschränken für eine störungsfreie Überwachung.

Brandmelder- und Löschsteuerzentrale FMZ 5000
Die Auslösung einer Brandmelder- und Löschsteuerzentrale erfolgt durch zuverlässige Ansaugrauchmelder AMX4004 oder störungsunempfindliche UniVario Flammenmelder. Die FMZ 5000 sorgt dann für die Abschaltung der Windenergieanlage und aktiviert weitere programmierte Steuerungsabläufe. Zudem erfolgt die Weitermeldung des Vorfalls an eine ständig besetzte Stelle. Setzt sich der Brand trotzdem weiter fort und ein weiterer Melder löst Alarm aus, übernimmt die Brandmelder- und Löschsteuerzentrale die Aktivierung des Löschsystems.

Oxeo Inertgas-Löschsysteme
Oxeo Intergas-Löschsysteme bieten sensiblen und hochwertigen Einrichtungen wie Windenergieanlagen einen besonders wirkungsvollen Brandschutz. Sie bekämpfen Brände durch die Zuleitung von Inertgasen wie dem in Windenergieanlagen gängigen Stickstoff, aber auch Argon oder Mischgasen. Inertgase löschen rückstandsfrei und umweltschonend. Sie sind natürlicher Bestandteil der Umgebungsluft und haben deshalb keinen schädlichen Einfluss auf die Atmosphäre. Zudem sind Inertgase humanverträglich, elektrisch nicht leitend und wirken nicht auskühlend.

Minifog ProCon Feinsprüh-Löschanlagen
Minifog Feinsprüh-Löschanlagen gewährleisten ein Höchstmaß an Sicherheit bei minimalem Wassereinsatz. Die Feinsprühlöschdüsen werden so installiert, dass sie Anlagenteile wie Hauptlager, Getriebe, Bremsen und Generator sicher schützen. Frostschutzmittel im Löschwasser erlaubt einen zuverlässigen Einsatz bis –30 Grad Celsius. Durch die feine Zerstäubung über spezielle Düsen wird die Gesamtoberfläche des Löschmittels vervielfacht: der daraus resultierende Kühl- und Stickeffekt löscht einen möglichen Brand besonders schnell. Die freigesetzte Löschmittelmenge ist so gering, dass in der Regel keine zusätzlichen Löschmittelrückhalteeinrichtungen erforderlich sind. Die Löschanlage mitsamt Löschmittelbehälter ist als Kompakteinheit mit minimalem Gewicht konzipiert, um problemlos in der Gondel installiert zu werden.

HUSUM Wind, Stand 1C 06

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Recyclingindustrie informiert sich auf der Recycling-Technik in Dortmund
November 5, 2018 - Lösungen

Brandschutz als Wettbewerbsvorteil

Recyclingindustrie informiert sich auf der Recycling-Technik in Dortmund

Die stark wachsende Branche der Wertstoff-Aufbereiter sieht sich mit einem hohen Brandrisiko konfrontiert. Regelmäßig gefährden große Feuer Menschen, Umwelt und die Existenz von Unternehmen. Viele Betriebe rüsten nun auf und legen dabei Wert auf ein umfassendes Brandschutzkonzept. Minimax zeigt am 07.-08.11.18 auf der Recycling-Technik in Dortmund, wie ein solches Konzept aussehen sollte (Halle 7, Stand T26). 

Anlieferung und Lagerbereiche – Erkennen von Hot-Spots

In diesen Bereichen besteht das Risiko, dass sich gelagerte Stoffe selbst entzünden. Innenliegende Bereiche sind dabei besonders gefährdet, da durch Staub eine explosionsgefährdete Atmosphäre entstehen kann. Um frühzeitig mögliche Entzündungsgefahren zu erkennen, werden die Wertstoff-Lagerflächen ständig überwacht. Für diese großflächige Brandfrüherkennung kommen Thermografie-Systeme mit Infrarot-Kameras zum Einsatz. Sie erfassen Objekte durch deren Wärmestrahlung und nehmen kritische Temperaturentwicklungen wahr. Droht eine Entzündung, wird an die angeschlossene Brandmelderzentrale ein Signal ausgegeben. Manuell oder per Fernsteuerung werden Löschmonitore auf das Ziel ausgerichtet. Sie sorgen durch mit Schaummittel angereichertes Wasser für eine effektive Bekämpfung des sogenannten Hot-Spots. Für zusätzliche Sicherheit sorgen in innenliegenden Bereichen aktive Rauchansaugsysteme und Industrie-Flammenmelder. Sie sind auch besonders rauen Umgebungsbedingungen gewachsen und detektieren mögliche Brände zuverlässig. Die Signale senden sie an eine Brandmelderzentrale, die diese auswertet und im Ernstfall die automatische Löschung durch eine Sprühwasser-Löschanlage einleitet.

Mechanische Förderanlagen – sicher in Bewegung

Während des Sortierungsprozesses werden die Recyclingstoffe immer wieder über Bandanlagen transportiert. Dies bedeutet vielfältige Risiken: Heiß gelaufene Rollenlager, Funken, die bei Wartungs- oder Schweißarbeiten entstehen oder die Selbstentzündung des zu fördernden Gutes. Die kombinierte Installation von Industrie-Flammenmeldern und Multisensor-Brandgasmeldern ist eine bewährte Brandschutzmaßnahme, um ein Feuer frühzeitig und zuverlässig zu erkennen. Für die unmittelbare Brandbekämpfung sind Minifog ProCon Wassernebel-Löschanlagen eine besonders effiziente Lösung. Nachdem ein Brand erkannt wurde, wird der Teilbereich des Förderbandes abgelöscht und der Betrieb kann ohne wesentliche Unterbrechung fortgesetzt werden. Der entscheidende Vorteil dieses Löschsystems im Vergleich mit herkömmlichen Sprühwasser-Löschanlagen ist der deutlich geringere Einsatz von Löschwasser.

Pneumatische Absaug- und Fördereinrichtungen – keine Chance für Funken

Überall dort, wo brennbare Materialien pneumatisch abgesaugt oder transportiert werden, besteht ein erhöhtes Brandrisiko. Dies gilt insbesondere für den Materialmix in den Absaug- und Fördereinrichtungen im Recyclingprozess. Funken, heiße Partikel oder Glutnester in den Be- und Verarbeitungsmaschinen, die in die Fördereinrichtungen gelangen, sind Gefahrenpotentiale. Staubexplosionen sind ebenfalls möglich. Funktionsüberwachte Funkenmelder, die auf die Infrarotstrahlung vorbeifliegender Zündinitiale reagieren, stellen eine zuverlässige und vor allem umgehende Detektion sicher. Haben die Funkenmelder im Fördergut Zündinitiale erkannt, geben sie ein Signal an die Steuerzentrale. Diese steuert daraufhin in Millisekunden das Magnetventil der Löschautomatik an. Das Löschwasser wird freigegeben und über selbstschließende Düsen in den Förderstrom eingebracht. Die glühenden Teilchen fliegen in den von der Düse aufgebauten Wasserschleier. Besonders innovative Funkenmelder, wie zum Beispiel die Melderserie UniVario YMX5000, überwachen ihre Optik hinsichtlich Verschmutzung oder Beschädigung in zyklischen Abständen selbst. Funktionen wie diese erhöhen die Betriebssicherheit in den herausfordernden Einsatzbereichen einer Recyclinganlage deutlich.

Für ein ganzheitliches Brandschutzkonzept muss allerdings an alle Bereiche eines Recyclingkomplexes gedacht werden. So sind auch Trenn- und Zerkleinerungsanlagen, Agglomerier-Pressen oder auch Nebenbereiche wie Server- oder Schalträume und Bürogebäude unbedingt in die Betrachtung einzubeziehen.

Wir begrüßen Sie herzlich auf unserem Stand T26 in Halle 7 auf der Recycling-Technik in Dortmund.

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Brandschutz für umweltfreundliche LNG-Schiffe
Mai 30, 2018 - Lösungen

Brandschutz für umweltfreundliche LNG-Schiffe

Die „Helgoland“ ist die erste deutsche LNG-Neubaufähre – und hat Brandschutz aus dem Hause Minimax an Bord.

Eine europäische Verordnung verlangt für die Schifffahrt seit Januar 2015 eine Senkung der Schwefelemissionen in der Nordsee auf 0,1 Prozent. Die „Helgoland“ erfüllt gleich zwei Umwelt- und sozio-ökonomische Ziele, nämlich die Verringerung der Schwefelemission von Schiffen durch den Einsatz von LNG (Liquefied Natural Gas) und die Verringerung des Verkehrsaufkommens durch Zusammenlegung von Personen- und Gütertransport auf demselben Schiff.

Individueller Schutz für jeden Schiffsbereich

Zusammen mit der Fr. Fassmer GmbH und der Reederei Cassen Eils hat das Minimax Team den optimalen Brandschutz für jeden Schiffsbereich ermittelt. Die LNG-Bunkerstation erhielt eine Pulverlöschanlage PL 160, die wirkungsvoll und schnell Brände an heißen Oberflächen eindämmen kann. Den Maschinen- und Generatorraum schützt das MX1230 Marine als 25 bar-System, das einen Brand direkt bei der Entstehung schnell und zugleich schonend löscht. Unterkunfts- und Gästebereiche der Fähre sind mit einem Undercover-Niederdruck-Sprinklersystem ausgestattet. Der Laderaum des kombinierten Personen- und Gütertransportschiffes erhielt eine Kohlendioxid-Löschanlage. In der Kombüse kommen gleich zwei verschiedene Lösungen zum Einsatz, eine Kohlendioxid-Löschanlage für den Wrasenabzug und die Küchenschutzanlage KS2000-8 für die Fritteuse. Fein versprüht bildet das Löschmittel eine Sperrschicht über dem Öl oder Fett und unterbindet so die Sauerstoffzufuhr. Fettbrände können so gar nicht erst entstehen.

Vorreiter bei alternativen Antrieben

Die Reederei Cassen Eils ging 2015 mit ihrer ersten LNG-Fähre mit gutem Beispiel voran. 2017 wurde mit der „Wes Amalie“ das erste Containerschiff, ein 1.000-TEU-Feederschiff, auf LNG-Antrieb umgerüstet. Auch hier stammt der Brandschutz für die Bunkerstation mit der neueren Generation P 250 Pulverlöschanlage aus dem Hause Minimax. Beide Projekte erhielten EU-Mittel aus dem TEN-T-Programm der Europäischen Kommission zum Bau und Ausbau von Verkehrsinfrastruktur in der Europäischen Union. Bis 2020 sollen 2.000 Schiffe mit umweltfreundlichen LNG-Antrieben ausgestattet sein.

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Eine weitere Auszeichnung für die Oxeo EcoPrevent Systeme von Minimax
Mai 9, 2018 - Lösungen

Deutscher Rechenzentrumspreis 2018

Eine weitere Auszeichnung für die Oxeo EcoPrevent Systeme von Minimax

Minimax hat mit Oxeo EcoPrevent FC/CS den Deutschen Rechenzentrumspreis in der Kategorie „RZ-Sicherheitstechnik“ gewonnen! Für die IT-Branche sind die Gaslösch- sowie Sauerstoffreduzierungstechnik eine etablierte Brandschutzlösung. Bei manchen Projekten haben kombinierte Systeme den größten Nutzen; solche „Hybridlösungen“ aus Brandvermeidungs- und Gaslöschsystem sind z.B. für Data Center eine interessante Option. Die Kombination aus Oxeo EcoPrevent FC (Fuel Cell) und Oxeo EcoPrevent CS (Cylinder Storage) ist eine besonders wirtschaftliche Lösung, die eine hohe Löschwirkung und Sicherheit mit den Vorteilen einer Brennstoffzelle vereint.

Oxeo EcoPrevent FC (Fuel Cell)

Brennstoffzellen erzeugen, ähnlich wie motorische Blockheizkraftwerke, gleichzeitig Strom und Wärme oder auch Klimakälte nach dem Prinzip der Kraft- Wärme-Kopplung. Dieser Prozess ist beinahe lautlos und durch die direkte Umwandlung der chemischen Energie des eingesetzten Gases sehr effizient. Im Übrigen kann mit der Brennstoffzelle ein Return-on-Invest erzielt werden, was im Brandschutz einmalig ist. Während der Energieerzeugung produziert die Brennstoffzelle als Nebenprodukt saubere und stickstoffreiche Abluft. Diese Abluft fällt beim Betrieb dauerhaft und ganz ohne Zusatzkosten an. Sie kann ideal für den Betrieb einer  Sauerstoffreduzierungsanlage zur Brandvermeidung genutzt werden. Diese Lösung ist sehr umweltfreundlich und sorgt für hohe CO₂-Einsparungen.

Oxeo EcoPrevent CS (Cylinder Storage)

Beim Oxeo EcoPrevent CS System kommt der Stickstoff nicht aus einem Generator, sondern aus Stickstoffzylindern (Cylinder Storage). Nur wenn die Sauerstoffkonzentration in einem Schutzbereich einen festgelegten Wert überschreitet, wird Stickstoff bedarfsgerecht eingeleitet. Dieses System macht sich die typischen Ablaufstadien eines Brandes zunutze: Grundsätzlich entweichen bei der Brandentstehung Thermolysegase wie Kohlenmonoxid noch bevor Aerosole oder kleinste Rauchpartikel entstehen. Eine frühzeitige Thermolysegas-Detektion ist daher die beste Voraussetzung, um die Entstehung eines offenen Brandes aktiv zu vermeiden. Im Falle einer Thermolysegas-Detektion wird die Sauerstoffkonzentration in dem betroffenen Schutzbereich durch kontrollierte Stickstoffzufuhr soweit abgesenkt, dass eine „brandsichere“ Atmosphäre entsteht. Mit Oxeo EcoPrevent CS geschützte Bereiche sind im betriebsbereiten Zustand des Systems ohne Einschränkungen begehbar, da die Sauerstoffkonzentration nur im Schadenfall abgesenkt (Präventionsmodus II) und nicht permanent niedrig gehalten wird. Durch zusätzliches Umschalten in den Interventionsmodus kann das System im Brandfall auch wie eine Inertgas-Löschanlage löschen. Dieser Anlagentyp verbraucht besonders wenig Löschmittel und sorgt dennoch für energieeffizienten Brandschutz auf höchstem Sicherheitsniveau.

Vorteile

Die beiden Systeme ergänzen sich: Die Brennstoffzelle stellt äußerst energieeffizient Stickstoff zur Verfügung und ermöglicht einen Return-on-Invest. Die zusätzlich bereitstehende Menge Stickstoff aus Flaschen sorgt für eine schnelle Absenkung des Sauerstoffgehalts im Bedarfsfall und kann im Interventionsmodus sogar einen Brand löschen. Das kombinierte System hat einen hohen Wirkungsgrad, spart CO₂ ein, stellt Stickstoff 24/7 ohne Zusatzkosten zur Verfügung und erzeugt 100 kW elektrische und thermische Energie (und optionale Klimakälte), statt sie zu verbrauchen. Die Kombination bietet eine erhöhte Sicherheit durch drei individuelle Sauerstoffkonzentrationslevel (z.B. 17 Vol.-%, 15 Vol.-%, 11 Vol.-%), hat einen niedrigeren Löschmittelverbrauch durch die Startkonzentration von z.B. 17 Vol.-%  und durch das Absenken der Schutzatmosphäre in zwei Stufen (Präventions- und Interventionsmodus). Zusätzlich bietet diese innovative Technik verlängerte Haltezeiten im Vergleich zu herkömmlichen Gaslöschanlagen.

Oxeo EcoPrevent FC/CS Grafik

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